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Geschichte und Gegenwart

 

 

Im Laufe der Geschichte war Jerez Heimat vieler Kulturen. Zahlreiche Kunstschätze bezeugen dies bis zum heutigen Tag. So war die Stadt einst das phönizische Xera, das römische Ceret, und das bedeutende Sherish der Muselmanen, bevor sie schließlich von den Christen wiedererobert wurde, deren herrliche Bauwerke die breite Palette historischer Gebäude abrunden. Das Stadtbild prägt heute eine interessante Melange der verschiedensten architektonischen Baustile mit einem einzigartigen Stadtbild.

 

Jerez ist eine der wenigen Städte Spaniens, die sich heute internationalen Rufs erfreuen. Nicht nur dank ihres berühmten Weins, dem Sherry oder auf spanisch „Jerez“, dem die Stadt ihren Namen verdankt, ist Jerez heute in aller Munde.

 

Doch Jerez ist nicht nur wegen seines Weines oder der herrlichen Bauwerke bekannt, sondern auch auf Grund der berühmten Kartäuserpferde, der Kampfstiere und der Kunst des Flamencos. Sie ist außerdem die Stadt des Motorsports, großer Veranstaltungen und ihre Altstadt wurde zum nationalen Kulturgut erklärt.

 

Heute ist Jerez eine Großstadt, in der Tradition und modernes Leben in perfekter Harmonie zusammenspielen: In der lebendigen Altstadt finden wir moderne Einkaufszentren und breite Einkaufsstraßen mit hübschen Geschäften, Tapas-Lokalen und Bodegas. Diese bunte Mischung zusammen mit der geografisch bevorzugten Lage, dem milden Klima, den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und einer modernen Infrastruktur machen die Stadt zu einem beliebten Reiseziel für Besucher aus aller Welt.

 

 

Die Ursprünge der Stadt Jerez de la Frontera sind noch heute umstritten. Für einige Forscher war die Stadt ein Zentrum des Antiken Imperiums der Tartesier. Für andere war sie aus den Beziehungen mit der primitiven Kolonie der Phönizier im Serit oder Ceret geboren worden, einem Name, mit dem sie die Münzen prägten, und der sich im Laufe der Zeit in Seritium oder Xeritium der Lateiner umwandelte, was zu Sheres, Xerez und dem arabischen Xerez Sadunia wurde, und schließlich, nach den Namen von Xerez Sidonis, Sidonia oder Seduña bei dem heutigen Jerez de la Frontera blieb.

Sicher ist jedoch, dass sich in Jerez eine Bevölkerung vor der Ankunft der Römer niedergelassen hatte. Dies wird durch Entdeckungen belegt, die in dem heutigen Asta Regia gemacht wurden, das 1 km weit von Jerez Mesas de Asta, in Richtung von Trebujena, liegt.

In jedem Falle beginnt sich ein Stadtkern aus diesen etwas nebulösen Ursprüngen zu formen, der sich in eine Stadt verwandelt, die bereits zu Zeiten der islamischen Herrschaft begehrt war.

Schon zu arabischen Zeiten war Jerez als Stadt von großer Bedeutung. Offensichtlich war das vor dem 9.Jahrhundert noch nicht der Fall und die Stadt nahm ihre endgültige Gestalt um das 11. und 12. Jahrhundert, mit der Erbauung der Festungsmauer und des Alcazars an, die beide aus der almohadischen Zeit stammen.

Die Interpretationen der Archäologen und der Geschichtsforscher treffen erst ab dem 12. Jahrhundert, zur Zeit der almohadischen Herrschaft aufeinander. Und so kann man erst ab diesem Zeitpunkt beginnen, von der Stadt Jerez an ihrem heutigen geografischen Standort zu sprechen. Zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte wird eine städtische Struktur geboren, die zusammen, mit den logischen Veränderungen und ihrem natürlichen Wachstum, zu gegebener Zeit zur Grundlage der Gestaltung des heutigen historischen Ensembles sein wird. Bei Ankunft der Muselmanen reduzierte sich Jerez auf ein Schloss, oder eine Festung, mit einigen Straßen auf beiden Seiten, aber ohne Festungsmauer. Dieses Schloss stand am gleichen Ort, an dem sich jetzt der Alcazar befindet, und die Straßen waren die der heutigen Umgebung der Kathedrale. Die Muselmanen sollen eine Mauer um dieses Gebiet errichtet haben, die aber angesichts des Wachstums der Stadt mit der Zeit nicht ausreichend war, und die Bevölkerung daher begann, sich in dem heutigen benachbarten Bereich von San Dionisio niederzulassen. Diese neue kleine Ortschaft wurde nun ein Vorort des ursprünglichen Stadtkerns.

Diese städtische Struktur ist jene, die Alfonso VII vorfand, als er die Stadt im Jahre 1133 - beinahe am Ende der almoravidischen Periode - überfällt, die bedeutendsten Gebäude in Schutt und Asche legte und ihre Mauern bis auf auf eine Handbreite über dem Boden zerstörte.

Nach diesem Angriff machte der Wiederaufbau der Stadt einen neuen Gesichtspunkt erforderlich und so legte man ein sehr viel größeres Gebiet fest, das sowohl den ursprünglichen Kern innerhalb der Mauern - das Schloss und seine Umgebung - als auch die neue Nachbarschaft einschließen sollte, die sich im Bereich von San Dionisio gebildet hatte, wobei zugleich eine große Fläche für das zukünftige Wachstum der Bevölkerung freigelassen wurde,

So begann der Wiederaufbau der Mauer am Ende des Zeitalters der Almoraviden und wurde im Laufe des almohadischen Zeitalters, das für Jerez 1146 beginnt, ausgeführt. Das Gleiche gilt für den Aufbau des Alcazars.

Was den Bereich der Festung anbelangt, so ist dieser von viereckiger Form mit vier Hauptwinkeln: der Alcazar, der Zusammenfluss der Larga-Straße und der Bizcocheros-Straße; der Winkel der Ancha-Straße und der Porvera-Straße und schließlich der große Turm am Ende der Muro-Straße.

Von einem Winkel zum anderen erstreckten sich die mit Zinnen versehenen Mauern, die zuweilen von viereckigen Türmen und an jedem Winkel von Außentürmen unterbrochen. In der Mitte jeder Fassade öffnete sich eine Tür, während sich der Alcázar am Südostwinkel des befestigten Bereichs erhob. Dieses Gebäude, Wohnsitz der christlichen Könige, wurde am selben Ort wie das alte Schloss errichtet, als die Muselmanen Andalusien eroberten. Der Bau wurde einheitlich geplant, und man legte zwei Hauptbereiche für unterschiedliche Zwecke fest: Der erste Bereich war, der der Moschee und des Patio de Armas, der Badeanstalten, Ställe usw., zu dem die Öffentlichkeit häufiger und einfacher Zugang haben sollte, und der Zweite, der aus den Wohnstätten des Walis und dem Wohnsitz der Garnison bestand.

Die Tore waren, ebenso wie die Festungsmauer, Pisee und hatten die Form eines doppelten rechten Winkels. Zu almohadischen Zeiten hatte die Mauer vier Tore, wobei jedoch in christlichen Zeiten einige hinzugefügt wurden, um die Verbindung zwischen dem Innenbereich der Mauern und den neu entstandenen Vororten zu vereinfachen. Diese vier Tore waren die Puerta Real oder del Marmolejo, die Puerta de Sevilla, die Puerta de Santiago und die Puerta de Rota.

Innerhalb der Mauern war der Verlauf der Straßen durch die Struktur des Stadtgebiets selbst und die Verbindung der Tore miteinander bedingt. Daher musste die Hauptstraße von Jerez die Puerta Real und Puerta de Santiago verbinden, wobei sie wiederum die Straße kreuzen musste, die die Puerta de Santiago und Puerta de Rota verband.

Die islamische Stadt war in Viertel unterteilt, die über ihre eigene Moschee und über einen Markt verfügten. Ihre Straßen waren eng und gewunden, mit Häusern mit wenigen und kleinen Außenfenstern. Während der Almohadenzeit wurde der innere Bereich der Mauern vollständig urbanisiert.

Im 13.Jahrhundert wurde Jerez in das Königreich von Kastilien eingegliedert. Es war ein entscheidendes Jahrhundert, in dem die politischen Strukturen der Muselmanen zusammengestürzten und die entsprechende Eroberung und Neubevölkerung der Region durch die Christen des Nordens begann.

In der Zeit der Wiedereroberung und der Wiederbevölkerung von Andalusien durch Fernando III und Alfonso X, die sich von 1224 bis 1300 erstreckt, wurden die Grundlagen eines neuen Andalusien gelegt, dessen grundlegende, demografische, institutionelle, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Strukturen infolge der Eingliederung in Kastilien radikal umgewandelt wurden. Dies brachte einen plötzlichen Bruch mit der vorhergehenden Periode sowie die Eingliederung der Region in eine andere Welt und einen anderen Gesellschaftstyp mit sich: die europäische christliche Welt.

Nachdem Sevilla 1248 von Fernando III erobert wurde, kapitulierte Jerez - ebenso wie andere Städte der Provinz von Cadiz - und die Kastilianer respektierten das Eigentum und die Lebensbedingungen gegen einen Tribut. Die Gegend des Guadaletes wurde auf diese Weise 1249 annektiert, da sich der König von Kastilien seiner Unfähigkeit bewusst war, diese unermessliche Gegend neu zu bevölkern. Er ließ den Mudejaren ihren Grund und Boden, und gab dem Infanten Don Enrique Lebrija, Jerez, Arcos und Medina Sidonia. Die Annullierung dieses Privilegs durch Alfonso X zu Beginn seiner Herrschaft (1253) stellte die Situation dieses Gebiets erneut in Frage. So führte Alfonso X während der ersten Monate des Jahres 1253 mit Unterstützung der Truppen von Calatrava einen Feldzug durch das Guadalete-Gebiet an, schaltete die verschiedenen örtlichen muselmanischen Führer aus und schuf kastilianische Garnisonen innerhalb bestimmter Stadtgebiete. Dies war auch der Fall von Jerez. Die Chronik von Alfonso X spielt auf einen so genannten Abén Abit , Herr der Stadt von Jerez, an, der sich bereit erklärte, ihm den Alcazar gegen das Versprechen zu überlassen, "ihn und seine Familie wohlbehalten reisen zu lassen." Der Alcazar wurde dann dem edlen Kastiliern Nuño von Lara übergeben, die ihn seinerseits einem Ritter mit Namen Garci Gómez Carrillo übergab.

Diese Staatsform einer äußerst unsichereren Autonomie - da die alten muselmanischen Verwaltungen durch andere ersetzt worden waren, die besser mit Kastilien zusammenarbeiteten, und christliche Militärabordnungen in den Palästen und in den Festungen installiert worden waren - dauerte bis 1262 - 1263. Im Jahre 1262 kann man eine radikale Änderung in der Politik von Alfonso X feststellen, die zwei Ursachen haben kann: Erstens konnte festgestellt werden, dass die Wiederbevölkerung von Sevilla zu dieser Zeit bereits im Gang war, und zweitens schien der Monarch entschlossen zu sein, den kleinen muselmanischen beinahe unabhängigen Inseln ein Ende zu bereiten. Er beginnt mit der Nebelherrschaft im Jahre 1262, leitet die Wiederbevölkerung von Cadiz ein, wo zu Beginn des Jahres 1263 ein Bischofsstuhl errichtet wurde, und verschließt so den Mudejaren aus Jerez, Arcos und anderen benachbarten Orten den Zugang zum Meer.

Das Unbehagen, das solche Maßnahmen unter den andalusischen Mudejaren verursachten, erklärt den Aufstand der Mauren des Guadalete-Gebiets, die von den Mauren aus Granada und von den Benimerinen aus Nordafrika im Mai-Juni des Jahres 1264 unterstützt wurden. Dieser mudejarische Aufstand überraschte die Kastilianer. Ihre Garnisonen wurden vernichtet und fielen in die Hände der aufständischen Städte Jerez, Medina Sidonia, Vejer und Lebrija.

Alfonso X reagierte sofort. Ab dem Herbst 1264 und während des Jahres 1265 führte er Feldzüge, um die verlorenen Territorien wiederherzustellen und wiederzugewinnen. Jerez, Medina Sidonia, Arcos, Lebrija und Vejer wurden mit Waffengewalt erobert. Die muselmanische Bevölkerung wurde systematisch aus ihren alten Städten vertrieben, die umgehend mit Christen aus den besetzten Gebieten bevölkert wurden. So auch in Jerez.

Nach Aufnahme der Gespräche über die Kapitulierung, stimmte Alfonso X zu, die Mauren von Jerez abziehen zu lassen und übergab den Kastilianern die Stadt am 9. Oktober 1264, am Tag des San Dionisio-Fests.

Gemäß der Tradition wurde die Stadt in die Territorien christlicher Herrschaft in Frontera eingegliedert und erhielt so ihren Namen.

Nach dem Buch der Verteilung von Jerez siedelten sich 1711 Christen der Wiederbevölkerung, 90 Juden und 7 Mudejaren in der Stadt an. Ein weiteres Merkmal der Gesellschaft ist das Zusammenleben ethno- religiöser Minderheiten von Juden und Muselmanen mit einer Mehrheit von Christen.

Die Juden lebten in der Juiverie und verfügten über zwei Synagogen. Die Mudejaren hatten zumindest am Anfang ihren eigenen Bürgermeister und behielten sich für ihre religiösen Feiern eine der Moscheen vor, die es hier zum Zeitpunkt der Eroberung gab. Beide Gruppen wurden vom Gesetz geschützt, zugleich jedoch getrennt.

Man teilte die Stadt in verschiedene Distrikte, die den sechs entstehenden Kirchengemeinden entsprachen: eine dem Salvador gewidmet, eine weitere dem Schirmherrn der Stadt, San Dionisio, und die vier anderen den Evangelisten: San Mateo, San Lucas, San Marcos und San Juan.

Obwohl es durch eine Mauer abgetrennt war, befand sich das Judenviertel innerhalb des Distriktes von San Dionisio. Im Buch der Verteilung erscheinen zwei andere deutlich abgegrenzte Stadtbereiche, die, obwohl sie keine unabhängige Entität hatten, ihre Eigenheiten hatten: das Händlerviertel Francos, das zwischen den Gebieten von San Juan, San Marcos und San Dionisio liegt; und das Viertel Algarbe in der Zone San Dionisio, wo sich 92 aus der portugiesischen Algarve stammende Bürger niederließen.

Nach der Schlacht des Salado im Jahr 1340 entfernte sich die Grenze. Die hierdurch bedingte Sicherheit erklärt die Nutzung der Felder von Jerez und ein bedeutendes städtisches Wachstum außerhalb der Mauern in der Gegend der Vororte San Miguel und Santiago. Hieran ist der wirtschaftliche Aufschwung zu erkennen, der eine Folge der Integration des Königreiches von Kastilien in die Kreisläufe des internationalen atlantischen Handels durch die Ansiedlung genuesischer, französischer, englischer und flämischer Kaufleute war.

Die Mauern wurden nach und nach in Anbetracht der Entfernung der Grenze unnötig, brachen zusammen oder dienten den Häusern als Mauerseite. Auch wurden Öffnungen durchbrochen, die den freien Verkehr zwischen der Stadt Intramuros und den Vororten vereinfachen. Ab dem 15.

Jahrhundert wurden als Folge des wirtschaftlichen Wohlstands bedeutende Gebäude errichtet: so die Kirche San Miguel, die Kirche Santiago, das Kloster San Franzisco, die Kirche der Merced, das Kloster Espiritu Santo, das Kloster Santo Domingo, der Cabildo, Torre del Homenaje del Alcazars usw.

Jerez war ohne Zweifel eine der großen Städte der modernen Zeit. Ihre reichen und feierlichen Gebäude legen Zeugnis ihrer vergangenen Pracht ab.

Das wichtigste Ereignis des westlichen Andalusiens im 16., 17. und 18. Jahrhundert ist die Entdeckung Amerikas. Aufgrund ihrer geografischen Lage zwischen Sevilla und Cadiz ist Jerez gänzlich in das andalusische Territorium integriert.

Wie sah die Stadt am Vorabend der Entdeckung Amerikas aus? Wir finden hier eine Landbevölkerung im weitesten Sinne mit einer großen Zahl von Edlen (die Palast-Häuser legen Zeugnis hiervon ab) und Geistlichen, mit einer bedeutenden Viehzucht und einer Weinproduktion erster Qualität.

Als noch während der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war die mittelalterliche Stadt Jerez der bevorzugte Standort großer landwirtschaftlicher Messen, wohin die Produkte der weiten Umgebung gebracht wurden. Die Septembermesse, Ort der Zusammenkunft von Händlern aus fernen Ländern, ist einer besondere Erwähnung wert. Die holländischflämische Kolonie hat sicherlich dank den guten Beziehungen, die das Königreich von Kastilien zum Nordwesten Europas hatte, eine wichtige Rolle gespielt All diese Faktoren erklären, wie die Exporte von Jerez und seinem Ackerland, vor allem die Weine, ziemlich einfach auf die attraktiven Märkte von Flandern, England und der Hanse gebracht werden konnten. Die Kaufleute und Geschäftsleute dieser Länder des Nordens ließen sich in Jerez nieder.

Der Wein führte bestimmte Änderungen in der Gesellschaft von Jerez ein, die die Entwicklung des handwerklichen Sektors insbesondere die der Böttcher, begünstigten.

Mit der Entdeckung Amerikas 1492 und der späteren Errichtung des Monopols, zunächst in Sevilla und ab 1680 in Cadiz, wird Westandalusien verschiedenen Änderungen unterzogen. Die Nachfrage aus Amerika gewährleistete die Ausfuhr der Produkte auf die indischen Märkte. Das angebaute Land erschien in Anbetracht der sich abzeichnenden Erfordernisse und Perspektiven, ungenügend. Der Bezeichnung der bis heute nicht angebauten Felder wird in Angriff genommen, um sie für Reben oder sonstige interessante Produkte, wie Weizen oder Getreide zu nutzen.

Welche Auswirkungen hatte die Entdeckung Amerikas auf sozialer Ebene? Die Sklavenbevölkerung von Jerez stieg stieg wesentlich an, zum Teil aufgrund der unproblematischen Beschaffung von Sklaven in den Häfen der Bucht von Cadiz, jedoch auch in Anbetracht der Gewinne und des sozialen Stands, den die Privatleute erlangt hatten. Doch war der Adel zweifellos der am meisten betroffene Sektor. In Jerez war im 15. Jahrhundert eine ziemlich begrenzte Zahl von Edelleuten zu finden, die überwiegend aus Familien kamen, die sich während der Wiederbevölkerung hier niedergelassen hatten. Der amerikanische Einfluss sollte sich bemerkbar machen, indem er den Zugang einiger Elemente der niedrigen Stände zum Stand der Edlen ermöglichte. Es handelte sich um Leute, die ihr Vermögen dank dem Handel und den Finanzen oder auch der Ausfuhr von Weinen angehäuft hatten.

Jerez erlebte nach dem Ende des Krieges gegen das Königreich von Granada eine Zeit des Wohlstands und des wirtschaftlichen Aufschwungs und das 16. Jahrhundert entspricht der Öffnung bestimmter Bereiche der Gesellschaft von Jerez in Richtung auf die neuen Tendenzen der Renaissance und des humanistischen Gedankens, die sie erweckt hatte. Wohlstand und Frieden gestatteten die Errichtung zahlreicher Gebäude im "antiken Stil". Die Niederlassung eines wichtigen Kontingents ausländischer Kaufleute – genuesischer und flämischer - in der Stadt trug zur Entdeckung der humanistischen Ideen und zur Verbreitung der neuen ästhetischen Tendenzen bei.

Die Reaktion gegen den autoritären Geist der Kirche, der während des Mittelalters aufrechterhalten blieb, und die Initiative individueller, freier und kritischer Gedanken begrenzte, entwickelte sich fort.

Der Künstler taucht aus der Anonymität auf, der er während der mittelalterlichen Zeiten unterworfen war, und wird nicht länger als ein Handwerker angesehen. Die römischen Bauten sind Gegenstand von Bewunderung und Inspiration, die verschiedene Themen und Figuren schaffen.

Während der ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts ist die religiöse Architektur weiterhin stark von der Tradition geprägt, die durch den gotischen Stil der Tempel und Klöster von Jerez vertreten wird - wie den Pfarrkirchen San Mateo in der Altstadt und Santiago und San Miguel in den Vororten, denen sie ihren Namen verleihen, dem Kloster Santo Domingo vor der alten Puerta de Sevilla und der Cartuja de Nuestra Señora de la Defensión an den Ufern des Flusses Guadalete auf dem Weg zu Medina.

Ab dem zweiten Drittel des Jahrhunderts wird die Kunst der Renaissance in der zivilen Architektur völlig akzeptiert.

Das Jerez des 17. Jahrhunderts brachte bedeutende künstlerische Ausdrücke als Antwort auf eine Reihe von Umständen zutage, wie die Erholung der Wirtschaft, die im Laufe des Jahrhunderts stattfand.

Wie auch andere Orte Andalusiens, legt die Stadt eine Neigung für die Barockzeit an den Tag, die vor allem in der religiösen Kunst zum Ausdruck kommt. Die Volksmassen identifizieren sich vollkommen mit diesen Kundgebungen und sehen in den Festen und verschiedenen Feiern ein Mittel, einige ihrer täglichen Probleme zu vergessen.

Andererseits werden mit manchen städtischen Aspekten bestimmte Erneuerungen verwirklicht. Die Stadtplanung änderte sich innerhalb der Stadtmauern nur wenig doch begann in der Altstadt seit Beginn des Jahrhunderts eine langsame Bevölkerungsabnahme zugunsten der beiden Viertel außerhalb der Stadtmauern: San Miguel und Santiago. Die Aktivitäten der Innenstadt wurden durch diese Abnahme der Bevölkerung zugunsten der Außenbezirke weitgehend gelähmt.

Die einzige bedeutende Umwandlung der Stadtplanung zu dieser Zeit war eine Verlagerung der alten Bauten im Rahmen derer Häuser enteignet und die neue Plaza de la Encarnación geschaffen wurden.

Auch brachte die Weinindustrie im Laufe des 18. Jahrhunderts wichtige urbanistische Auswirkungen mit sich. Das System kleiner Bodegas im Inneren der Häuser wurde durch die Errichtung separater Hallen ersetzt. Die Bestätigung von Jerez als ein wichtiges Weinzentrum hatte die Entstehung eines mächtigen Bürgertums und eines großen Proletariats zur Folge. So entstand im Laufe der 18., 19. und 20. Jahrhunderte ein Industriegürtel um die Stadt, der aus Bodegas bestand, die durch den Zuwachs des 20. Jahrhunderts heute von der Stadt absorbiert wurden.

Das 19. Jahrhundert entwickelte eine Reihe von Schemata, die im Laufe des vorhergehenden Jahrhunderts aufgeworfen worden waren. Dies betraf vor allem die Infrastrukturen für Sanierung und öffentliche Hygiene. Doch bestanden die Maßnahmen, die diese Zeitspanne vor allem auszeichneten, weitgehend in der Begradigung der Straßen, einer Auswirkung der Aufhebung der lehnsrechtlichen Bindungen und des neuen städtischen Profils, das die Weinindustrie mit sich brachte.

Der Abriss der Petras Matrose – der großen Pforten - der Durchgänge und der Mauer waren Maßnahmen, die für den Urbanismus des 19. Jahrhunderts am repräsentativsten waren. Die Puerta de Rota war bereits im 17. Jahrhundert eingestürzt. Die Puerta Real und die Puerta de Santiago wurden während der ersten Hälfte des Jahrhunderts abgerissen, ebenso wie die Puerta Nueva oder die Puerta der Chancilleria; die Puerta von Sevilla verschwand 1864 und der Bogen vom Corregidor 1890.

Die Säkularisierung geistlicher Güter brachte nach der Zerstörung einer Reihe von Klöstern neues offenes Land mit sich, das zugleich die Veränderung eines Teils der mittelalterlichen Stadt für neue Ländereien bedeutete.

Die Weinindustrie hatte ein sehr charakteristisches Stadtprofil zur Folge, dessen Grundlagen aus früheren Jahrhunderten herrühren. Die Vermehrung der Weinkeller im Laufe des 19. Jahrhunderts war bemerkenswert. Der Raum innerhalb der Mauern nährte sich weiterhin von den Bodegas, was eine Reduzierung von Wohnhäusern bedeutete. Bereits im 18. Jahrhundert sind Proteste der Kirchengemeinden von San Mateo und San Marcos aufgrund des hierdurch bedingten Verlusts von Gemeindemitgliedern bekannt. Eine Reihe von Maßnahmen, die 1837 und 1842 von den Stadtverwaltungen ergriffen wurden, um die Errichtung von Bodegas zu regulieren, untersagt deren Bau in der Altstadt.

1854 wurde der Hauptbahnhof errichtet und 1870 – im Hinblick auf die hohe Produktion der Bodegas - eine Stadtbahn angelegt, um den Transport des Weins bis zum Bahnhof zu vereinfachen.

Die Weinindustrie hatte zur Folge, dass sich eine Bourgeoisie in der Stadt niederließ, die es zuweilen vorzog, am Stadtrand zu leben. Diese Wohnsitze, Inseln der Erholung mit Gärten, wurden einer Städteplanung gemäß angelegt.

Die Gasbeleuchtung wurde 1860 eingeweiht, die Zuleitung des Wassers aus der Quelle von Tempul bis zur Stadt im Jahre 1869. Das Telefonnetz wurde 1889 installiert und die Elektrizitätsgesellschaft von Jerez im Jahr 1891 gegründet.

Das Erblühen einer aristokratischen und bürgerlichen Bevölkerung in der Stadt, die häufig aus dem Ausland kam, könnte auf eine rasche Annahme der neuen europäischen Tendenzen schließen lassen. Doch war dies nicht der Fall.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Charakter der Stadt weitgehend durch das Wachstum der Weinindustrie bedingt. Die Stadtviertel von Santiago und von San Miguel wachsen weiterhin auf Kosten der Innenstadt, deren Verlust an Einwohnern ein Problem für den Urbanismus des 20. Jahrhundert darstellte. Man musste mit der Entwicklung einer Reihe von Stadtvierteln durch Erweiterungsprojekte, die vorwiegend für die Arbeiterklasse bestimmt waren, bis zu den Nachkriegsjahren warten: La Plata (in den 40er Jahren) Federico Mayo (ab den 50er Jahren) Vid, Constancia, Pio XII, usw.

Im Jahre 1982 wurde ein Sonderplan für Innere Reformen der Altstadt (PERI) ausgearbeitet. Dieser Plan ist auf die dringende Notwendigkeit zurückzuführen, der Verwandlung der Altstadt Einhalt zu gebieten, da die Werte der Kulturgüter nicht in Betracht gezogen worden waren. Es ging darum, die Altstadt als gemeinsames Kulturgut zurückzugewinnen, Umwandlung und Spekulation zu kontrollieren, die alten Gebäude zu rehabilitieren, die volkstümliche Architektur beizubehalten, Mauern und Türme der Festungsmauer zurückzugewinnen und das Gewebe der Stadt zu respektieren.

Im Jahr 1984 wird eine Stadtplanung vorgenommen, deren Hauptzielsetzung die Ausstattungen und Infrastrukturen ist (ständige Geschwindigkeitsrennbahn, 1986).

Der letzte im Jahre 1985 verwirklichte Plan ist auf die Stadt der Zukunft ausgerichtet und konzentriert sich nicht nur auf den Stadtbereich, sondern vielmehr auf das gesamte Gemeindegebiet.